Wann wird Friede sein?
Liebe Freunde des Samstagsimpulses!
Ihr merkt schon, der Impuls geht ungewöhnlich los. Und auch für mich ist es anders diese Woche. Normalerweise bin ich mit der Ausarbeitung der Impulse immer ein paar Wochen im Voraus und ich wollte heute eine Dreierserie starten zum Thema Lobpreis – Danken – Bitten. Aber gerade vor zwei Stunden dachte ich, dass es im Moment irgendwie nicht passt und ich bekam den innerlichen Impuls, ein paar Worte zu den jüngsten Ereignissen in Israel zu schreiben. Wie wahrscheinlich ihr alle bin auch ich tief erschüttert über die Ereignisse der letzten sieben Tage. Der beispiellos grausame und terroristische Anschlag der Hamas in erster Linie auf Zivilisten auf israelischem Staatsgebiet hat nicht nur die Angehörigen der Opfer, sondern auch mich und viele andere Menschen in Deutschland und in der ganzen Welt sehr betroffen und tieftraurig gemacht. Aber auch die Freudenfeiern indeutschen Städten und Straßen propalästinensischer Sympathisanten und Anhänger schockieren mich. Mein Mitgefühl und meine Gebete drehen sich viel um den wohl jetzt erst beginnenden Krieg, in dem auf beiden Seiten, Israels und den Palästinensern, ein hoher Blutzoll auf beiden Seiten entrichtet werden wird. Israel hat die Zivilisten im Norden des Gaza-Streifens aufgefordert, sich in den Süden in Sicherheit zu bringen, die Bodenoffensive steht unmittelbar bevor. Straßen-, Häuser- und Tunnelgefechte werden immense Verluste fordern. Darüber hinaus besteht die realistische Gefahr der Ausweitung zu einem Flächenbrand in der ganzen Region. Die Hisbollah in Libyen und der Iran rasseln erheblich mit den Säbeln. Gleichzeitig wurde seitens der USA der größte Flugzeugträger in eine nahe Position ins Mittelmeer beordert. Die ganze Region gleicht einem Pulverfass, dessen Lunte jederzeit entzündet werden könnte. Auch wenn das Handeln des Staates Israel in der Vergangenheit auch von Christen nicht immer gutgeheißen wurde, so liegt für mich persönlich das Recht auf Selbstverteidigung aktuell eindeutig bei Israel. Israel ist umgeben von Feinden. Seit der Staatsgründung am 14. Mai 1948 unter Ben Gurion wurde Israel immer wieder angegriffen mit dem Ziel, es von der Landkarte zu tilgen. Ich bin kein politischer Nahostexperte, aber wer – auch als Christ glaubt – Gott sei mit Israel am Ende, der sollte sich mal seriös mit den Prophezeiungen des Alten und Neuen Testaments Israel betreffend befassen. Israel wird noch viel Leid erdulden müssen, bis es schließlich Jesus als seinen Messias akzeptiert, dann aber wird Gott Israel wieder als Segen für die Völker gebrauchen.Die Grafik („Gottes Plan mit Israel“, Matthias Billeter, erschienen im Beröa Verlag) stellt Gottes Geschichte mit Schwerpunkt Israel bis zum Tausendjährigen Reich dar nach bereits geschehenen geschichtlichen Ereignissen und noch prophezeiten Dingen in der Zukunft.
Der Impuls heißt: Wann wird Friede sein?
Die Antwort: Vorläufig und bis auf weiteres nicht. Die Antwort sollte uns aber nicht in die Depression treiben, sondern vielmehr ins Gebet. Ich bete für die unschuldigen Opfer des Terrors und der Vergeltung auf beiden Seiten. Ich bete, dass künftige Opfer und Schäden überschaubar bleiben und dass Israel diesen Krieg so schnell wie möglich siegreich bestreitet und die Waffen bald wieder schweigen. Ich bete, dass der Krieg nicht zum Flächen- und Großbrand wird. Das waren meine Gedanken. Jeder darf seine eigenen zu all dem haben. Aber jedem, dem an Israel und am Frieden liegt, wird es aktuell schwerfallen, zu einer unbeschwerten Tagesordnung überzugehen.
Amen
Lied: Hör‘, Israel – Sh’ma Yisrael – Messianischer Lobpreis - Gerd Henneböhle