Schritt 4a: Frage am Rande – Darf man sich an Karfreitag freuen? Welch eine Freude! Gerettet!

FREUDE? Moment mal! Heute ist doch Karfreitag und ich soll mich freuen? Heute ist doch der höchste evangelische Feiertag, ein Tag der Besinnung, ein „stiller Feiertag“. Tanzveranstaltungen sind nach wie vor verboten, bestimmte Filme dürfen nicht ausgestrahlt werden und so weiter. Auch das Glockengeläut zum Karfreitagsgottesdienst ist anders: Stiller, verhaltener, nicht so festlich. Alle Menschen sollen heute still und besinnlich sein.

Da kann ausgerechnet ich als Christ mich doch nicht freuen, oder?

Natürlich denke ich daran, dass der Herr für Schuld der ganzen Welt einen bitteren Tod am Kreuz starb und natürlich macht es mich auch traurig, dass Er um meinet- und unseretwillen dieses Leid erduldete. Der Herr hat für uns ein gewaltiges Opfer gebracht. Und Er hat es freiwillig getan. Niemand von uns sündigen Menschen hatte Ihn darum gebeten oder gar gezwungen.

Er hat sich durch die gewaltige Liebe Gottes zu uns anspucken, schlagen, an den Haaren reißen, treten und geißeln lassen; Er hat sich für uns anklagen und hinrichten lassen, damit die, die an Sein vollendetes Werk unserer unverrückbaren Versöhnung mit Gott durch Ihn glauben, niemals mehr angeklagt und bestraft werden müssen. Es wären eigentlich wir gewesen, die diese fürchterliche Behandlung verdient gehabt hätten und die dazu verurteilt worden wären, die ewigen Konsequenzen unserer Trennung von Gott zu tragen. Aber Jesus hat die Folgen der Sünde für uns überwunden. Durch Seine Wiederauferstehung vom Tod (der Tod, ewige Trennung von Gott, ist die Konsequenz der Sünde) hat Gott das Siegel der Beglaubigung und Annahme auf das gesetzt, was Christus für uns getan hat.

Und das ist dann halt doch ein großer Grund zur Freude, ja, auch an diesem Karfreitag, der im Normalfall von Gläubigen so still, so traurig, so besinnlich begangen wird. Wir sind nicht traurig. Wir jubeln über unseren Jesus. Es gibt keinen Grund, überaus religiös verbrämt trauriges Getue angesichts der Kreuzigung von Jesus an den Tag zu legen. Wir sind nicht traurig; wir sind voller Dankbarkeit und froh, dass Gottes Liebe für uns so gewaltig ist, dass Er sich für uns geopfert hat, damit wir frei sein können für ein ewiges, niemals mehr endendes Leben in der Gegenwart von Gott. Jetzt und erst recht in der Ewigkeit. Was für eine Freude!

Das Kreuz: Rettender Leuchtturm in dämonischer Verfinsterung Das Kreuz zeigt uns nicht nur, dass wir Sünder sind und Jesus als Retter brauchen. Sondern auch, dass wir durch das, was Er für uns tut, heilig vor Gott werden (Ein von Jesus Erretteter ist kein „begnadeter Sünder“ mehr allein, sondern auch ein Heiliger). Auch deshalb ist das Kreuz der herrliche Leuchtturm in der tiefen geistlichen Dunkelheit der Welt. Teufel und Dämonen möchten am liebsten die Menschen durch die Dunkelheit ihrer Unwissenheit irren sehen, verloren und hoffnungslos auf dem Weg in die endgültige, ewige Trennung von Gott. Aber seit dem Kreuz und dem, was Jesus für uns am Kreuz bewirkt hat, haben wir gewonnen. Als Christen stehen wir auf der Siegerseite. Als Christen stehen wir im Licht. Als Christen haben wir uns für den richtigen Weg entschieden. Und diesen dürfen wir vor der Welt proklamieren.

Modifiziert, ergänzt und persönlich angepasst aus…

Quelle: https://www.keine-tricks-nur-jesus.de/2021-04/muss-man-an-karfreitag-traurig-sein.html

Amen

Lied: Jesus, Herr, ich denke an dein Opfer (Feiert Jesus! 8)