Schritt 3: Sich der Motivation des Kreuzes bewusst werden

Die Bibel macht deutlich, dass der Herr freiwillig an das Kreuz gegangen ist. Durchaus hatte Er dabei auch Seine inneren Kämpfe zu bestehen. Erinnern wir uns an das Gebet Jesu im Garten Gethsemane, wo Er betete: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ (Matth. 26,39).

Die richtige Entscheidung - Jesu für uns

Jesus hätte alle Möglichkeiten gehabt, Seine Mission abzubrechen und das Kreuz zuvermeiden. Aber damit wäre für uns der Weg zu Gott weiterhin verschlossen gewesen. Die Cherubim mit den flammenden, blitzenden Schwertern würden auch heute noch und für immer den Zugang zum Baum des Lebens für uns versperren (1. Mose 3,24).

Was also war die Motivation von Jesus, der Versuchung zu widerstehen und sich zu entscheiden, den bitteren Kelch des Leidens und des Todes trotzdem zu trinken?

Seine erste Motivation war, dem Willen des Vaters gehorsam zu sein. „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst“, heißt es da (Matth. 26,39). Seine zweite Motivation war ganz einfach die, dass es keinen anderen Weg gab, um den Weg zum Vater für uns zu bahnen. Das Leiden und der Tod dieses Einen Vollkommenen war notwendig und durch Seinen Namen, dem Namen Jesus, konnte uns das Heil erworben werden (Apg. 4,8-12). Die dritte und für mich kostbarste Motivation aber liegt in der grenzenlosen Liebe, die in Seinem selbstlosen Opfer für uns liegt. Die Größe dieser Liebe können wir erst ansatzweise verstehen und ermessen, wenn uns bewusst ist, wie furchtbar und endgültig, aber auch gerecht und verdient die Trennung von Gott war, die unsere Sünde verursachte (1. Joh. 4,10). Paulus drückt es in seinem Brief an die Römer so aus: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos [d.h. durch die sündige Natur unfähig, Gottes Willen zu tun (vgl. Römer 7,14-24)] waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließtsich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ In dieser Liebe waren sich Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist vollkommen einig. Der Vater bewies seine Liebe dadurch, dass Er Seinen einzigen Sohn gab (vgl. Joh. 3,16), der Sohn darin, dass Er für uns die Herrlichkeit des Himmels aufgab (vgl. Phil. 2,6-8) und diesen Weg ans Kreuz gehorsam bis zum Tod ging. Der Heilige Geist half dem Herrn, sein Opfer vollkommen und makellos bringen zu können (vgl. Hebr. 9,14)

Jede Motivation braucht einen Antrieb, ein Ziel, dass erreicht werden soll. Dass der Herr das Ziel für uns erreicht hat, kommt in seinem letzten Wort zum Ausdruck, dass Er am Kreuz sprach: „Tetelestai“. Das steht am Ende des Johannes-Evangeliums und wurde auf Deutsch übersetzt mit „Es ist vollbracht.“ (Joh. 19,30).

Was wurde vollbracht?

Das Opfer und der Tod Jesu am Kreuz bewirkte den entscheidenden Sieg über Satan und den Tod und ermöglicht einem jedem einzelnen von uns die Versöhnung mit Gott. Wer das für sich in Anspruch nimmt, erlebt einen neuen Anfang mit einer Perspektive des Ewigen Lebens im Frieden und in der Gemeinschaft Gottes von Beginn der Annahme dieses Opfers bis in alle Ewigkeit.

Amen

Lied: Die Liebe selbst (Lobpreisschmiede Glaubenszentrum, live aufgenommen im Rahmen einer Night of Worship im Januar 2012)