Schlechter Tag? Don’t give up! Apg. 18,9+10

Der Kontext dieser beiden Verse ist folgender: Paulus hatte Athen verlassen und war nach Korinth gekommen. Nach einiger Zeit entschließt er sich dann, unter der Führung des Heiligen Geistes in der Synagoge, in der er jeden Tag gewesen war, den dortigen Juden Jesus als Messias zu bezeugen und zu predigen. Das löst Reaktionen aus und beschert Paulus einen ziemlich schlechten Tag. Ja, er ist vom Geist gesandt und weiß: Ich muss predigen, aber er hat deshalb einen schlechten Tag.

Wir alle haben auch mal schlechte Tage, oder?

Deshalb lasst uns hören, was Paulus widerfahren ist und wie er damit umging! Und was im Herzen Gottes für ihn und für diese Stadt Korinth war.

Ja, Paulus hat einen sehr schlechten Tag. Die korinthischen Juden lehnen Jesus ab, ja, sie bedrohen ihn sogar. Aber Paulus schüttelt seine Kleider aus, verlässt sie und wendet sich den Heiden zu. Er muss einsehen: Wenn seine jüdischen Brüder den Retter nicht annehmen wollen, gehensie verloren. Das Herz blutet ihm deshalb sehr. Aber er weiß auch, dass ihn daran keine Schuld trifft.

Und dann bekommt er eine sehr ermutigende Botschaft von Gott: "Ich bin mit dir. Niemand soll dir schaden. Bleib hier, rede und schweige nicht, denn du bist aus einem bestimmten Grund und für eine bestimmte Zeit hier. Ich habe viele Menschen in dieser Stadt."

Denn ich kann mir vorstellen, dass Paulus auf seinen Knien gebetet und Gott gefragt hatte: "Werde ich hier in Korinth überhaupt gebraucht? Ist meine Aufgabe hier schon erledigt? Vielleicht sollte ich einfach gehen."

Wenn du einen schlechten Tag und Motivationsprobleme hast, ist es vielleicht das, was dir so durch den Kopf geht. Aber ich erinnere mich an Psalm 145,14, in dem es heißt. "Der Herr stützt alle, die fallen, und richtet alle auf, die niedergebeugt sind." Und dann heißt es weiter unten (V. 17+18): "Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen."

Wir sehen an der Geschichte, dass Gott für Paulus da war. Dass Er ihn aufmunterte und ermutigte, als Paulus diese Ermutigung brauchte. Wir alle haben solche Momente, nicht nur, wenn wir uns als Christen bekennen oder das Evangelium weitersagen, sondern auch in unserem täglichen Leben als Christ. Du und ich, wir sollen Salz der Erde sein. Das aber kann sich unangenehm anfühlen, nicht nur für andere, sondern auch für dich selbst. Denn glaube mir, wenn du wirklich kompromisslos Gott gehorchst, dann erwarte lieber keinen Beifall, sondern eher großen Widerstand.

Das ist kein Geheimnis. Wir wissen das, weil Paulus selbst schon in 2. Korinther 4,8 und 9 bezeugte: „Wir werden überall bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung; wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um.“

Lasst uns hier von Paulus lernen!

Er räumt ein, dass es Schwierigkeiten gibt, aber es ist noch nicht vorbei. Er wendet sich an Gott. Mit Jesus im Herzen und in der Kraft des Heiligen Geistes macht er weiter. Er macht weiter und er schöpft seine Ermutigung dazu aus dem Wort des Herrn selbst.

Darin kann Paulus uns – auch in Diedelsheim - als Beispiel dienen, denn denkt daran: Gott hat auch viele Menschen in Diedelsheim!

Amen

Jens Völker (21.01.2023)

Lied: Lasst uns nicht länger schweigen