Gute Nachricht mit Haken

Heute sind wir nach Gerüchten und schlechten Nachrichten endlich bei den guten Nachrichten angelangt. Und nichts teile ich lieber als solche. Mir hat mal einer erzählt, er habe bei der Werbung für eine Evangelisation ein großes Plakat gesehen. Darauf stand sinngemäß: „In einer Welt voller schlechter Nachrichten ist die Botschaft des Evangeliums die beste Nachricht für jeden Menschen.“

Das hört sich toll und ziemlich ermutigend an, nicht wahr? Aber es war auch eine ziemlich steile Aussage und er habe überlegt, ob denn diese Aussage so stimmt und er sei zu dem Schluss gekommen, dass diese Aussage so nicht stimmen würde. Das wiederum hat mich ins Nachdenken gebracht und ich kam schließlich darauf, dass er Recht hat. Sogar auf sehr ernste Art und Weise. Warum das so ist, werde ich Euch heute Morgen erklären.Doch es sind nur meine Gedanken. Ihr könnt anderer Meinung sein, aber ich lade euch ein, meinen Gedanken mal zu folgen und Euch dann ein eigenes Urteil zu fällen. Wenn ich Menschen treffe, die wenig Zeit haben, dann sage ich ihnen gerne einen Vers, der als Evangelium im Evangelium bezeichnet wird. Es ist somit ein Konzentrat, eine dichte Zusammenfassung des Evangeliums. Der Vers stammt aus Johannes 3, aus dem Gespräch, das Jesus mit Nikodemus führt und da sagt Jesus im Vers 16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Das ist ein großartiger Vers, nicht wahr? Er fasst alles zusammen, was als Grundlage des Evangeliums zu sagen ist. Es ist eine tolle Nachricht für den, der sie hört. Aber es ist eine Nachricht mit einem kleinen Widerhaken. Und wenn manche Leute diesen Vers zitieren, lassen sie gerne mal den Haken weg, damit die Botschaft leichter zu schlucken ist. Der Haken besteht in o.g. Zitat aus zwei kleinen Zusätzen mit insgesamt sechs Wörtern. Diese Wörter heißen: „der an ihn glaubt, nicht verlorengeht,…“. Das heißt, für alle, die an den Sohn Gottes glauben, ist es tatsächlich die beste Nachricht der Welt. Sie werden nicht verlorengehen, sondern das Ewige Leben haben. Aber der Vers sagt auch aus, dass man verloren geht,wenn man an den Sohn nicht glaubt. Und für solche Leute ist der Vers eben keine gute Nachricht, sondern die schlechteste, die es – bezogen auf die Ewigkeit – geben kann.

Das heißt: Die gute Nachricht, das volle Evangelium hat zwei Seiten.

Die eine Seite sagt, dass Gott jeden liebt, auch diejenigen, die nicht glauben. Er gab sogar Seinen eigenen Sohn, um jeden zu retten, der sich retten lassen möchte. Niemand muss bereits besonders gut sein oder sich vielleicht gut in der Bibel auskennen usw. Wer sich retten lässt, hat das Ewige Leben. Aber die andere Seite sagt uns auch: Wir sind keine Marionetten und obwohl Gott alles getan hat, kann und wird Er uns nur retten, wenn wir uns durch den Glauben an Jesus retten lassen. Retten wovor? Vor der ewigen Verlorenheit. Das ist keine Erfindung von bösen Christen, die anderen Angst machen wollen. Das sind die Worte Jesu, der selbst mit großem Ernst und immer wieder davor gewarnt hat, das Rettungsboot Gottes zu verpassen. Deshalb liegt es letztendlich an der Entscheidung jedes Menschen, ob die Botschaft des Evangeliums die beste Nachricht für ihn ist oder die schlechteste.

Amen

Lied: Also hat Gott die Welt geliebt – Die Beinahe Sechs