Gottes Führung
Ich glaube, jeder von uns, egal, welchen Alters, erinnert sich manchmal an die Schulzeit zurück und Lehrer, die uns damals den Stoff ihres festgelegten Lehrplans mehr oder weniger gut und pädagogisch einzutrichtern versuchten. An manche Lehrer erinnern wir uns auch gerne mit einer gewissen Hochachtung und Dankbarkeit, andere haben wir mittlerweile, so gut es eben ging, aus unserem Gedächtnis gestrichen.
Auch Eltern, Freunde, Kollegen und andere Menschen, die uns auf unserem Lebensweg begleiteten, waren solche Lehrer oder Ratgeber, deren Unterstützung uns mal viel half, mal eher weniger.
Allen gemeinsam war, dass sie – bei oft bestem Bemühen – fehlbar waren und nur eine eingeschränkte Sicht auf die Dinge hatten, weil sie weder uns gut genug kannten noch den entsprechenden Weitblick für unser Leben hatten.
Der o.g. Ver stammt aus Psalm 32 und stellt uns Gott als einen uneingeschränkten Lehrer und Ratgeber vor, der uns nicht nur besser kennt als wir selbst, sondern auch den besten Weitblick für und auf unser Leben hat.
"Ich will dich unterweisen und lehren, was du tun sollst; ich will dir raten, und mein Auge soll auf dich gerichtet sein." ist eine starke Erinnerung an die Führung und Leitung, die Gott für unser Leben bereitstellt. Wir werden ermutigt, Seine Weisheit und Führung zu suchen, wenn wir uns den Herausforderungen und Entscheidungen stellen, vor denen wir stehen.
Wenn Gott uns unterweist, so bedeutet das, dass Er uns mit dem Wissen und Verständnis ausstatten kann, durch die wir weise Entscheidungen treffen können und so leben können, wie es nicht nur gut für uns selbst ist, sondern wie es auch Gott gefällt.
Dies ist umso wichtiger in einer Welt, die von verwirrenden Botschaften und widersprüchlichen Standpunkten geprägt ist, so dass wir ohne die Führung und die Richtung, die Gott uns geben möchte, oft nicht in der Lage sind, die für uns richtigen Entscheidungen zu treffen.
Vergessen wir auch nicht die Motivation, die einen menschlichen Ratgeber antreibt. Mancher Ratschlag von Menschen für uns ist vielleicht nicht immer so uneigennützig motiviert wie wir uns das wünschen würden. Sehr oft verfolgen Leute, die uns unterweisen oder raten wollen, auch eigene Interessen dabei.
Diese Sorge aber brauchen wir bei Gott nicht zu haben. Wenn Gott sagt, dass Er uns unterweisen möchte, dann hat Er nur unser Wohl und Heil im Auge. Wenn Er uns den Weg lehren möchte, den wir gehen sollen, dann hat Er nur im Auge, dass unser Weg gelingt und wir Erfolg haben. Erfolg haben wir dann, wenn wir unser Ziel erreichen und das beste Ziel für uns hat Gott auch schon im Blick.
Und wenn Er uns rät, dann dürfen wir auch wissen: Sein Auge ist auf uns gerichtet. Und es ist ein liebevolles Auge, wie es eine andere Übersetzung andeutet. Die Luther 2017 übersetzt: "…ich will dich mit meinen Augen leiten…“
Gott ist ein wunderbarer Ratgeber (Jesaja 9,5). In all diesem Unterweisen, Lehren und Raten Gottes kommt Seine Liebe und Gnade zum Ausdruck, die uns retten will. Lasst uns deshalb seine Führung und Leitung in unserem Leben suchen, die fördernd, liebevoll und kompetent ist!
Dann wird unser Leben gelingen.
Amen
Jens Völker (14.01.2023)