Gedanken über Taube, Spatz und Katz Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? (Matth. 16,26a)

Kurz nachgedacht:  

(Der Impuls enthält u.U. Links zum weitergehenden Verständnis)

Kennst du das Sprichwort: „Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“? Im Allgemeinen versteht man darunter die Einstellung, auf das scheinbar Unerreichbare zu verzichten zugunsten dessen, was man sicher zu haben glaubt.

Welche Einstellungen liegen einer solchen Handlungsweise zugrunde?

Nun, zuallererst eine Mischung aus Resignation und Sicherheitsdenken.

Was meine ich damit? Man denkt: „Ich lasse es bleiben, mich nach der Taube auf dem Dach zu strecken, weil ich ohnehin nicht damit rechne, sie erreichen zu können“ und „Ich habe Angst, dass ich, wenn ich mich zu sehr um die Taube bemühe, den Spatz in der Hand auch noch verliere“.

Das alles mündet dann in einen rationalen Pragmatismus. Damit meine ich: „Ich mache eine Aufwands- und Risikominimierung im Geist eines gesunden Realismus und setze statt auf die Taube auf dem Dach lieber doch auf den Spatzen in der Hand.“

Ich stelle fest, dass viele Leute in Bezug auf den christlichen Glauben genauso denken. Sie denken  fälschlicherweise, es bestünde ein hohes Risiko dabei, sich um den Glauben zu bemühen und man müsse sehr viel leisten, um bei Gott angenommen zu sein und in den Himmel zu kommen. Und am Ende klappt es vielleicht doch nicht und man verliert noch dabei. Daher schielt man gleichzeitig auf das, was einem das normale Leben so bietet und was man sicher zu haben glaubt und hat Angst, man müsste zu viel davon aufgeben, wenn man für Gott und den Himmel lebt.

Zu all dem kommt noch hinzu, dass viele das Gefühl haben, dass man die Katze im Sack kauft, wenn man sich auf den Glauben einlässt. „Schließlich ist noch keiner wiedergekehrt“, hört man dann manchmal.

Diese Vorstellungen hängen damit zusammen, dass man seine Bibel nicht kennt und aufgrund dessen die Perspektive und die Tragweite, aber auch die falschen Schlussfolgerungen dieser Entscheidungen nicht einschätzen kann. Und diese Einschätzung basiert in den allermeisten Fällen mehr auf Klischees denn auf Wissen und biblischen Fakten.

So versuchen viele, den Spatz irgendwie, so gut es halt geht, größer zu machen und gleichzeitig in ihrer Vorstellung die Taube auf dem Dach, sprich den Glauben, zu schrumpfen.

Einer, der seinen Spatzen „bis zum Gehtnichtmehr“ aufgepumpt hat, ist Elon Musk. Sein Vermögen wird aktuell auf ca. 400.000 Millionen Dollar geschätzt. Das ist ein Vermögen, das ganze Staaten nicht als „Bruttoinlandsprodukt“ erreichen. (siehe Tabelle oder Link!) Elon Musk hat sich bisher zwar respektvoll, aber dennoch persönlich distanziert zum christlichen Glauben geäußert. Ich möchte weder die Superreichen pauschal verteufeln noch generell Elon Musk den Glauben absprechen, denn nur Gott kennt das Herz eines Menschen, aber selbst, wenn Elon Musk ohne Gott die ganze Welt kaufen könnte, wollte ich sein komplettes Vermögen nicht gegen meine Gewissheit eintauschen, ein geliebtes und errettetes Kind Gottes und ein Bürger des Himmels zu sein.

Um im Bild zu bleiben:

Wirkliche Christen haben die Taube schon in der Hand und lassen den Spatzen dafür gerne fliegen. Denn wenn wir uns auf Gottes Wort verlassen, erkennen wir, dass die Taube nicht auf dem Dach bleibt – sie kommt von selbst zu uns. Und wir kaufen auch nicht die Katze im Sack, denn Jesus ist vom Himmel zu uns gekommen und hat uns glaubhaft berichtet, was in der für uns unsichtbaren Welt vorgeht und welche Perspektive wir in der Ewigkeit haben. Und dieses Ewige Leben fängt für den, der ein Kind Gottes geworden ist, schon heute an und wir können trotz aller irdischer Dinge, die uns im Hier und Jetzt noch einschränken, Tag für Tag mit Jesus leben und die Wahrheit Seiner Worte in der ganz normalen Praxis und Welt ausprobieren.

Amen

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