Fünf Brote und zwei Fische Jesus kann aus wenig viel machen

Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?

Johannes 6,9

Wann hast du zuletzt ein spontanes Picknick mit 5000 Leuten durchgeführt? Vermutlich noch nie. Ich auch nicht. Aber wenn ich jetzt von ca. 5000 Leuten rede, denken manche von euch vielleicht schon an die Speisung der 5000. Und das ist richtig. Heute soll es um ein spezielles Detail dieser in allen Evangelien berichteten (Mt. 14,13-21; Mk. 6,30-44; Lk. 9,10-17; Joh. 6, 1-15) wundersamen und lehrreichen Begebenheit gehen.

Bitte gerne nachlesen, hier die Kurzform: Jesus war unterwegs und die Jünger und eine große Volksmenge folgten ihm zu einem einsamen Ort. Die Jünger wollten, dass Jesus die Menschen entlassen sollte, damit sie sich mit Essen versorgen könnten. Aber Jesus forderte die Jünger auf, den Leuten zu essen zu geben. Letztendlich konnten sie nur fünf Brote und 2 Fische auftreiben und Jesus machte nicht nur alle satt, sondern am Schluss waren noch 12 Körbe Essen übrig. Und übrigens: Bei den 5000 Leuten handelte es sich um Männer, die Frauen und Kinder wurden gar nicht mitgerechnet.

Die fünf Brote und zwei Fische wurden in allen Berichten erwähnt, aber nur Johannes verrät uns (V.9), von wem sie stammten. Ein Junge hatte diese wenigen Dinge dabei und stellte sie Jesus zur Verfügung.

Stell dir vor, du wärest dieser Junge von ca. 8 oder 9 Jahren gewesen! Du würdest bestimmt noch deinen Enkelkindern von diesem Erlebnis erzählen und davon, dass deine Gabe in Verbindung mit dem übernatürlichen Handeln Gottes durch Jesus zu diesem Wunder beigetragen haben.

Ich finde, wir können viel von dem kleinen Kerl und aus diesem Detail lernen. Wenn wir an Jesus denken, denken wir gerne immer daran, was Er uns geben kann und gegeben hat. Aber ich finde es durchaus auch bemerkenswert, dass Jesus sich von uns auch etwas geben lässt.

Die fünf Brote und zwei Fische waren alles, was der Junge zu geben hatte und er gab es gerne und voll Vertrauen.

Haben wir nicht auch etwas, dass wir Jesus geben möchten, damit Er anderen helfen kann? Und welcher Segen könnte daraus entstehen? Für andere, aber auch für uns selbst, weil Jesus sich zwar etwas geben, aber nicht schenken lässt.

Er ist der Schenkende. Er ist der, von dem der Segen ausgeht. Nicht nur, dass es gerade so reicht. Sondern so, dass sogar noch so viel übrigbleibt, dass wir von Überfluss reden können.

Was können wir aus diesem kleinen Detail mit in unserem Alltag nehmen?

Nicht die Jünger, nicht die Apostel sind die großen Männer, durch die sich der Herr assistieren lässt. Jeden von uns kann Er zum Segen gebrauchen, auch wenn wir uns noch so klein und unbedeutend fühlen.

Jesus ist jedes Vertrauen wert. Was immer du Ihm bringst und anvertraust, Er kann mehr daraus machen, als du dir vorstellen kannst.

Manchmal bedarf es nur wenig, damit Gott viel daraus machen kann. Paulus bekam wegen seiner Frustration über die eigene Schwachheit vom Herrn die Zusage: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!“

Das sollte uns Mut machen.

Amen

© Jens Völker / Verwendung für gemeindliche oder missionarische Zwecke ausdrücklich erlaubt