And the Oscar goes to…

Wer weiß, welches Haupt-Event in der kommenden Nacht auf Sonntag in Los Angeles stattfindet? Richtig, die Verleihung der Academy-Awards, auch bekannt unter Oscar-Verleihung. Oscars gibt es für verschiedene Kategorien und einen Oscar zu bekommen ist echt schwierig. Ich selbst war ja noch nicht mal in Los Angeles bis jetzt . Und für Samstags-Impulse gibt es keinen Oscar .

Wer wissen will, welches die bisher erfolgreichsten Filme aller bereits vergangenen Oscar- Verleihungen waren, kann mal in diesen Link schauen.

Es ist eine Riesenehre für Produzenten, Regisseure, Schauspieler, Musiker usw., im Leben wenigstens einmal einen Oscar in Empfang nehmen zu dürfen und sozusagen der ultimative Ritterschlag in der Branche.

Und natürlich bereiten sich die Stars auf dieses Event wochenlang vor. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Jeder und jede will sich im besten Licht präsentieren und die anderen noch übertreffen. Es ist unglaublich, was Menschen für die eigene Ehre tun und wenn ihr mal googelt, was man sich da für die Vorbereitung auf den Oscar so einfallen lässt, bleibt uns einfachen Leuten schlicht die Spucke weg.

Aber wie auch immer. Es ist eine Nacht des Glamours, eine rauschende Nacht des Ruhms und der Ehre und die wirkt auch sicherlich noch eine Weile nach. Und ja – es ist durchaus ok., dass man gute Leistungen auch entsprechend honoriert und würdigt.

Und doch: Menschlicher Ruhm und menschliche Ehre, die auf diesen schielt, ist flüchtig und nicht bleibend. Vielleicht eine kleine oder große Randnotiz in den Geschichtsbüchern. Aber auch die überdauern nicht die Zeit.

Welche Ehre suchen wir? Wo finden wir eine Ehre, die uns erhalten bleibt und die keiner von uns nehmen kann? Von Angelus Silesius (1624-1677), schlesischer Lyriker, Theologe und Arzt, ist folgendes Zitat überliefert:

„Wer in sich Ehre hat, der sucht sie nicht von außen. / Suchst du sie in der Welt, so hast du sie noch draußen.“

Er ist der Meinung, Menschen sollten Ehre in sich haben. Das bedeutet: Die Ehre, die ich in mir und für mich selbst haben soll, sucht nicht ehrsüchtige Bestätigung von außen. Diese Ehre in mir aber braucht auch eine entsprechende Quelle. Und die suche ich persönlich in und bei Gott.

Meine etwas paradoxe Erfahrung: Wer eine eigene Ehre sucht, die bleiben soll, findet sie nicht. Wer aber die Ehre Gottes in seinem Leben sucht, bekommt eigene Ehre dazu, die bleibt, obwohl er nicht danach gesucht hat.

Und noch etwas: Der Vers stellt uns ja eine Frage, die klare Rückschlüsse zum Glauben zulässt. Und diese lauten: Die Ehre von außen, nach der wir trachten und die wir voneinander annehmen, steht dem Glauben im Weg. Die Ehre, die wir in Gott suchen und die von Ihm kommt, fördert den Glauben und ehrt Gott. Und wenn wir diese Ehre suchen, dann freut sich Gott.

Welche Suche nach Ehre ist wohl weiser?

Der Sohn und Nachfolger König Davids Salomo ist berühmt für seine Weisheit. Als Salomo König wird, erscheint ihm Gott im Traum und gewährt ihm Wünsche für sein Amt. Aber Salomo bittet nicht um ein langes Leben, Macht, Ruhm und Ehre und den Tod seiner Feinde, sondern um Weisheit, ein hörendes, gehorsames Herz und Verstand, das Recht zu erkennen und zu tun. Und dadurch wurde Gott geehrt und freute sich sehr darüber (nachzulesen 1. Kön. 3).

Welche Ehre suchst du? Entscheide dich weise!

Amen

Lied: Dir gebührt die Ehre (Psalm 40,6) – Newsound Worship Live