Abraham – Gott wird für ein Opfer sorgen
Letzte Woche haben wir über einige Fragen nachgedacht, die sich bei der Geschichte der Fast-Opferung von Isaak stellten (gerne nochmal hier vorlesen lassen).
Und wir haben festgestellt, dass es unbestreitbare Parallelen gibt, die sich zum Opfertod Jesu für unsere Sünde auf Golgatha ergeben. Man kann zu der Ansicht kommen, Gott habe damit dem Abraham gezeigt, was Er selbst als Vater Seines eigenen geliebten Sohnes auf Golgatha zulassen würde.
In den Versen 7+8 unserer Geschichte ergibt sich zwischen Isaak und Abraham folgender bedeutungsschwerer Dialog (siehe nebenstehendes Fenster):
Natürlich kann man diese Aussage Abrahams auf die Geschichte von vor 4000 Jahren beschränken. Aber ich bin der Überzeugung, es steckt mehrdahinter: Gott würde für eine Lösung sorgen. Und das nicht nur damals und temporär, sondern bis heute und für ewig.
„Gott (selbst) wird für ein Opfer sorgen.“
Weshalb wurde überhaupt geopfert? Das hatte seinen Ursprung schon im Garten Eden. Damals hatten Adam und Eva die erste Sünde begangen, in der alle anderen Sünden und Übertretungen ihren Ursprung haben, nämlich: Den Weg ohne Gott gehen zu wollen. So sein zu wollen wie Gott.
Wisst ihr, wer das erste Tier tötete? Es war Gott selbst (1. Mose 3,21). Er tötete es aus zwei Gründen. Den ersten Grund finden wir im Römerbrief 6,23 „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.“ Der zweite Grund: Die Sünde bedurfte einer Bedeckung.
Das wurde symbolisiert durch die Nacktheit, deren sich Adam und Eva plötzlich bewusst wurden. Und Gott machte ihnen Kleider aus Fellen, zog sie ihnen an. Dann mussten Adam und Eva den Garten und damit die direkte Gegenwart Gottes verlassen (1. Mose 3,21 und 24).
Seitdem wurde geopfert. Von Abel über Noah, Abraham, Mose, Samuel und so weiter. Aber die Opfer reichten nie aus. Sie dienten nur dazu, die Sünde für Gott temporär zu bedecken, aber sie wuschen sie nicht ein für alle Mal weg.
Nun könnte man fragen: Warum opfern wir denn heute nicht mehr? Das hat nicht etwa ethische oder Tierwohl-Gründe.
Nein, denn es ist gar nicht mehr nötig. Gott hat für ein einzigartiges Opfer(lamm) gesorgt, dessen wir gestern am Karfreitag besonders gedacht haben. Er gab Seinen einzigen Sohn für uns hin, damit wir durch Glauben vor Gott gerechtfertigt sein können. Ein für alle Mal. Unsere Sünde wurde nicht nur bedeckt, sie wurde hinweggetan und ins äußerste, tiefste Meer versenkt (Micha 7,18+19). Gott gedenkt ihrer nicht mehr (Hebräer 10,17+18). Und wir selbst müssen nicht mehr durch die und mit der Sünde untergehen.
In Johannes 3,16 bezeugt der Herr Jesus selbst dem Nikodemus und uns heute:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Und Gott sei Dank geht der o.g. Vers aus Römer 6,23 noch weiter mit einem fetten „aber“. Er lautet nämlich vollständig: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber… die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“
Gott hat für das Opfer gesorgt und in der Auferstehung von Jesus dürfen wir im Glauben auch unserer eigenen Auferstehung gewiss sein.
Das Opfer Jesu auf Golgatha stellt jedem die Frage: Nimmst Du es an? Ja? Großartig! Dann wirf Dein altes Leben fort, gib es Ihm und fange ab heute und sofort dein ganz neues Ewiges Leben „in Christus“ (2. Kor. 5,17) an!
Amen
➔ Sehr lohnender genialer Lesetipp zum Thema: Hebräer 10,1-18
Ein sehr besonderes Lied: Siehst du das Lamm – Andrea Adams- Frey ( Vers 1: 2.Mose 12,3-4.5.7.13; Vers 2: 3. Mose 16, 21; Vers 3: Johannes 1,29; Jesaja 52,14; Vers 4: Offenbarung 5,6-14 ; Vers 5: Matthäus 18, 10-14 )